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Projekt „Steimbker Schulwald“, vom Ursprung bis zur Anwendung. Im Rahmen des Projekts „Steimbker Schulwald“, organisierte Christian Bethke, Revierförster in Nienburg und Betreuender Fachmann, zwei Betriebserkundungen für 12 Schülerinnen und Schüler der OBS Steimbke. Als erste Firma stand die Baumschule Rahte aus Wietze auf dem Programm. Nach einem überaus freundlichem Empfang erhielten die Schüler eine Einweisung über den Aufbau und die Struktur der Firma. So umfasst sie 3 Geschäftsbereiche  (Baumschule für Forstpflanzen und Wildgehölzen, Forstliche Dienstleistungen und Gartenplanung und Gartengestaltung). Für die Schüler war jedoch der  Bereich „Baumschule“ von besonderem Interesse. Somit ging es zum Fuhrpark. Hier erfuhren die Schüler, dass der Pflanzboden durchweg sehr „mager“ (sandig) ist. Die Schlepper sind speziell auf die Anwendungen ausgestattet. Die Teilnehmer durften so einmal aktiv auf dem „Pflanzwagen“ mitfahren und die Pflanzräder mit Jungpflanzen bestücken. Dabei zeigte sich, dass hier schon Talent vorhanden war. Nach erfolgreicher Arbeit  fuhr die Gruppe weiter zu einem ca. 4 ha großen Feld, auf dem die einzelnen Wachstumsstationen deutlich sichtbar waren, wie aus Samen ganz kleine Pflanzen keimten, vergleichbar mit einem feinen grünen Teppich. In anderen Bereichen standen schon ältere Pflanzen. In bestimmten Zeitabständen müssen die Pflanzen „unterschnitten“ werden, um ein verzweigtes, feines Wurzelwerk zu bilden. Nachdem alle Fragen der Schüler beantwortet waren, wurde die Gruppe zum Hofgelände „Alte Tischlerei“  der Fa. Rahte zum Mittagessen und einem abschließenden Informationsaustausch eingeladen. Die OBS Steimbke bedankt sich recht herzlich für die überaus herzliche und freundliche Betriebsführung bei der Familie Rahte und Herrn Schaefer – Wildenberg  für einen sehr informativen und warmherzigen Vormittag.

Als zweiter und verarbeitender Betrieb, stand die Besichtigung des Sägewerkes Fr. Scharnhorst, Inh.  Friedhelm Mehring in Borstel auf dem Programm. Nach einer kurzen Begrüßung vor dem Büro in unmittelbarer Nähe zur Sägeanlage, führte uns Herr Bruns zum Grundholzplatz, wo es wesentlich ruhiger war. Die Teilnehmer erhielten einen Einblick über den Aufbau der Firma, die angelieferten Materialien und die einzelnen Produktionsabläufe. So befand sich die Gruppe vor der automatischen Entrindungsanlage. Ein spezieller Bagger bestückt eine Rampe immer wieder mit angelieferten Holzstämmen. Diese werden automatisch auf ein Förderband gegeben, welches die Stämme der Entrindungsanlage zuführt. Die so „nackten“  Baumstämme werden hier nach Durchmesser sortiert und auf einem Platz zwischengelagert. Die Firma verarbeitet ausschließlich Nadelbäume, die aus Nah und Fern eingekauft und u.a. mit eigenem LKW  angeliefert werden. Von hier aus gelangen die Stämme in die „Einschnitt Halle“. Von einem Kontrollraum aus werden die Baumstämme per Joystick in die optimale Schnittausrichtung gebracht, um eine möglichst effiziente Holzausbeute zu erreichen. Ein Stamm besteht zu 60% aus Kernholz und 20% aus Splintholz. Nachdem die Teilnehmer die einzelnen Produktionsabläufe aus unmittelbarer Nähe und über Monitore beobachten konnten, erklärte Herr Bruns weitere Möglichkeiten zur Behandlung der nun gewonnenen Hölzer. So verfügt die Fa. Scharnhorst u.a. über eine 500 KW Trockenkammer, über eine Druckkesselimprägnierung  und eine Holzschnitzelwärmeanlage. Das gelieferte Holz wird zu 100% weitervermarktet. So werden auch Sägemehl und die anfallenden Holzschnitzel verkauft. Die überaus informative Betriebserkundung endete nach ca. drei Stunden, wobei die Schüler sich über zur Verfügung gestellte Kaltgetränke freuen konnten, mit einem großen Wissenszuwachs über alles, was mit unserem  Schulwald einmal geschehen kann. Hier möchten sich die Schüler recht herzlich bei H. Wolfgang Bruns für die Informationsvielfalt bedanken.

Ganz besonders möchte sich die OBS Steimbke bei Herrn Christian Bethke für die Gesamtorganisation und der Fa. Langreder für den Bus bedanken.